TESTBERICHT – REVIEW
Aufmacher

Der IRTrans von Marcus Müller macht, zusammen mit der Software iRed von Robert Fischer, binnen Minuten aus einem Macintosh mit Mac OS X und USB-Schnittstelle eine universelle Fernbedienung für per Infrarot bedienbare Geräte.

Die Dioden des Infrarotsenders/-empfängers sind bereits in der regulären Ausstattung derart stark, dass sie zum Aussenden von Infrarotsignalen bis maximal 20 Meter ausreichen.
 

IRTrans von Marcus Müller
Die universelle Mac-Infrarotlösung

Lieferumfang. Zum Lieferumfang der Macintosh-Version, die sich lediglich durch die Ausstattung der mitgelieferten Software von der PC-Variante unterscheidet, gehören der Infrarot-Sender/-Empfänger IRTrans, ein Ferritring für ein USB-Anschlusskabel und die Software iRed von tin:b Software (Robert Fischer). Dieses Bundling wurde just zur Veröffentlichtung dieses Testberichts zwischen Marcus Müller und Robert Fischer vereinbart. Denn, ohne diese Software kein IRTrans am Macintosh. Neben dem USB-Anschluss verfügt der IRTrans auch über einen Netzteilanschluss und eine 8polige MINI DIN Buchse.

News über IRTrans

Der Anschluss und der erste optische Eindruck. Wie bei zahlreichen anderen von uns getesteten USB-Geräten gilt natürlich auch hier, dank USB ist der IRTrans in Sekunden am Macintosh angeschlossen. Einzige Abweichung, an der Anschlussseite zum IRTrans muss am USB-Kabel der mitgelieferte Ferritring angeklemmt werden, nichts für lange Fingernägel, hier müssen "echte Männer" ran.

ACHTUNG: Falsch gepolt angeschlossene Netzteile können den IRTrans bei Inbetriebnahme zerstören. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass nur Netzteile mit richtiger Spannung und Polung Anwendung finden. Auch ist es wichtig, dass der Ferritring vor der Inbetriebnahme am USB-Kabel, an der IRTrans-Seite, angeklemmt wird.

Die Software- und Treiberinstallation. Die Installation der iRed-Software und des dazugehörigen Treibers verlaufen völlig Mac like und problemfrei. Nach der Installation ist erst einmal ein Neustart fällig, da der Treiber vom System nachgeladen werden muss. Das Programm iRed wird per Drag & Drop in den Programmordner der Wahl kopiert und kann dann von dort gestartet werden.

Der IRTrans im Betrieb. Obwohl wir den IRTrans nicht direkt auf die verschiedenen fernzusteuernden Geräte in unserer Redaktion ausgerichtet hatten, gab es keinerlei Verbindungs- oder Steuerprobleme. Laut dem Hersteller gilt dies für Verbindungen bis ca. 20 Meter Entfernung. Für unseren Test stimmten wir die iRed-Software auf einen DVD-Player, einen Videorekorder und einen Fernseher ab. Die Dioden des IRTrans sind derart sende- und empfangsstark, dass jegliches Schalten und Walten ohne Probleme verlief. Wichtig zu wissen ist, dass, dank des IRTrans, nicht nur das Steuern von Geräten mit Infrarotempfänger möglich ist, sondern dass auch der Macintosh beziehungsweise dessen Applikationen, über eine handelsübliche Infrarotfernbedienung bedient werden können. Auch wenn Letzteres nicht wirklich leicht einzurichten war, verblüffte das Ergebnis am Ende ungemein. Als Stromversorgung genügte uns für den Test der Strom, der per USB zur Verfügung gestellt wird. Reicht dies nicht aus, verfügt der IRTrans über einen zusätzlichen 5 Volt Netzanschluss. Zum Anschluss an den Computer ist ein handelsübliches USB A-B Kabel zu verwenden. Diese Kabel dienen häufig auch zum Anschluss von üblichen USB-Druckern.

iRed - und der IRTrans erwacht zum Leben. Man muss es ganz klar feststellen, ohne die Software iRed von Robert Fischer, die ab sofort zum Lieferumgang der Mac-Version gehört, ist der IRTrans nichts weiter als eine tote Box. Auch wenn Mac OS X der Meinung sei, einen neuen Netzwerkanschluss gefunden zu haben, dem ist nicht so. Das Gerät ist nicht zum Datenaustausch per IrDA geeignet, also bitte keine falschen Hoffnungen. Dank iRed erhält der Anwender jedenfalls eine Fernbedienung der Superlative, die, verglichen mit der PC-Software, sogar optisch wie eine Fernbedienung anmutet. Die Einrichtung der Fernbedienungen ist kinderleicht und ohne Anleitung begreifbar. Beim ersten Start bietet iRed eine leere Fernbedienung mit einem BEARBEITEN-Knopf an. Um die ersten Fernbedienung zu erzeugen muss dieser Knopf gedrückt werden oder das Tastaturkürzel BEFEHL+ E eingegeben werden. Letzterer Befehl steht auch per Menü zur Verfügung. Dies ist praktisch, da sich der BEARBEITEN-Knopf auch von der Fernbedienung entfernen lässt.

Aufmacher

Abb. 3: Die iRed-Software ist derart übersichtlich gestaltet, dass sich, auch ohne weitere Anleitung, im Handumdrehen eigene Fernbedienungen erstellen lassen.

Abb. 4: Wer weitere Buttons für sein Fernbedienungslayout benötigt, der wird über den Button "Mehr Vorlagen" schnell fündig. Hier finden sich dann auch vorbereitete Layouts, die versetzte Knöpfe innerhalb einer Reihe bieten oder Tasten, die rund oder etwas kleiner sind als die des Standardangebots der Vorlagen.

Abb. 5: Absolut lernfähig, so präsentiert sich die entsprechende Rubrik im Bereich der Einstellungen der Software iRed. Eine weitere Anleitung sollte nicht nötig sein, das Einstellfenster ist absolut selbsterklärend, einfacher geht es nun wirklich nicht.

Abb. 6: Es klappt auch umgekehrt. Dank des Inspektorfensters erlaubt iRed die Steuerung von Anwendungen auf dem Macintosh per handelsüblicher Infrarotfernbedienungen. Praktisch für die nächste Party oder Präsentation.
 

Die erste Fernbedienung. Nach dem Druck auf BEARBEITEN liegt nebenstehendes Layout (Abbildung 3) vor dem Anwender, auf dem natürlich die hier erkennbaren Knöpfe der Fernbedienung noch fehlen. Zur schnellen Gestaltung werden im Vorlagenteil vier verschiedene Knopfreihen, eine Leerzeile und eine Textzeile angeboten. Ein Klick auf das entsprechende Element genügt und es wird dem Layout der Fernbedienung hinzugefügt. Im Detailbereich werden dann Beschriftung oder Infrarotcode dem im Layout angeklickten Knopf zugewiesen. Über die Verschiebenbuttons im Detailbereich lassen sich Knopfreihen vertikal verschieben. Das Sonderzeichenmenü bietet schnellen Zugriff auf bekannte Symbole, wie sie auf keiner Fernbedienung fehlen dürfen. Weitere Symbole lassen sich dann eventuell über Sonderzeichensätze (Dingbats) ausmachen. Hier wurden wir bezüglich der Auswurftaste fündig. Weitere Layout- und Buttonvorlagen finden sich über den Knopf "Mehr Vorlagen..." (Abbildung 4) im Vorlagenbereich des Haupteinstellfensters. Auch hier wird per Anklicken einer Kombination besagte Kombi dem Layout der Fernbedienung schnell hinzugefügt. Hinzugefügt wird übrigens immer unterhalb einer in der Fernbedienung angeklickten Knopfreihe.

Lernen für den ersten Erfolg. Um erfolgreich zu sein, muss man lernen. Dieser Grundsatz gilt auch für iRed. Um einem Knopf eine Funktion zuzuweisen klickt man diesen im Layout an und danach im Detailbereich auf den Button "IR-Code lernen...". Der Rest ist selbsterklärend. Die originale Fernbedienung wird in Richtung des IRTrans gehalten und nach dem Drücken des "Lernen..."-Knopfes (Abbildung 5) der zuzuweisende Knopf auf der echten Fernbedienung gedrückt. Die Software bestätigt den erfolgreich gelernten Infrarot-Code dann per Rückmeldung oder weist darauf hin, dass der Code nicht korrekt gelernt wurde. Uns fiel auf, dass bei Tasten mit Wiederholsendung, wie zum Beispiel der Lautstärketasten, ein wiederholtes Lernen erforderlich sein kann. Teilweise gelang hier die direkte Erkennung nicht auf Anhieb.

iRed kann noch mehr. Wie schon eingangs erwähnt, kann IRTrans nicht nur Infrarotbefehle aussenden, sondern diese auch empfangen. Diese Funktionalität ist zum Erlernen von Infrarotcodes auch zwingend notwendig. iRed ermöglicht nun auch, eingehende Befehle von Fernbedienungen auszuwerten und per Apple-Script Anwendungen auf dem Macintosh zuzuordnen und diese somit zu steuern. So gelang es uns, nach längerer Übung, iTunes zum Abspielen von Titeln aus einer Playlist mittels unserer handelsüblichen DVD-Fernbedienung zu bewegen, die Lautstärke zu ändern und zwischen Titeln vor- und rückwärts zu springen. Diese Funktionen können einer virtuellen Fernbedienung oder der Applikation allgemein zugewiesen werden. iRed muss allerdings gestartet sein, will man iTunes steuern. Diese Einstellungen werden über den Inspektor (Abbildung 6) im Programm vorgenommen, zahlreiche Scripte liegen bereits mit bei. Wer sich auf das Schreiben von Apple Script versteht, wird schnell aus seiner Fernbedienung ein Multimedia-Steuergerät machen. Praktisch für Parties oder Präsentationen.

Die passenden iTunes-Skripte gibt es über diesen Link.

Womit getestet? Getestet haben wir die Kombination aus IRTrans und iRed an unserem betagten beigen Desktop-Macintosh mit Sonnet G4 1GHz Karte und einer verbauten Macally FireWire/USB2.0-Karte. Als System diente uns Mac OS X 10.3.5.

Unser Urteil. Wer die Flotte seiner Infrarotfernbedienungen satt hat und im Wohnzimmer sowieso seinen Macintosh beherbergt, der über die notwendigen Voraussetzungen verfügt, wer seinen Mac zur Jukebox oder zum Multimediacenter machen möchte oder aber einfach nur eine Präsentation plant und eine Fernbedienung hierfür benötigt, der ist mit der Kombination aus IRTrans und iRed richtig bedient. Die Hardware ist stabil und zudem leicht angeschlossen, die Software ist schnell installiert und eingerichtet. Viel einfacher und individueller kann es nicht gehen. Qualität und Leistung stimmen, der Preis ist, durch das Bundle, begründet und günstig. Die Redaktion jedenfalls hatte ihre Heidenfreude daran, DVD-Player, Videorekorder und Fernseher mit einer eigens kreierten Fernbedienung im Dauertest martern zu können. Vorsicht, ein gewisser Suchtfaktor ist nicht zu leugnen.

Bezug und Preis. Die Software kann einzeln bei tin:b Software bezogen werden, ist ansonsten ab sofort bei jedem IRTrans mit dabei. Letzterer kann direkt beim Hersteller Marcus Müller über dessen Website geordert werden. Kostenpunkt für dieses Superpaket: 99,00 Euro. Das Bundle IRTrans und iRed ist ein spezielles Mac-Bundle (Achtung, bei der Bestellung bzw. dem Kauf hierauf achten), dem die PC-Software dann nicht beiliegt.

Anfragen: Anfragen bezüglich der von uns getesteten Hard- und Software nehmen wir gerne entgegen. Auch solche, die sich auf ein bestimmtes Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware beziehen. Sollte Euch etwas in unseren Berichten fehlen, so freuen wir uns über diesbezügliche Benachrichtigungen. Gerne werden wir dann die Berichte um die fehlenden Aspekte komplettieren. Wer spezielle Wünsche im Hinblick auf zu testende Hard- oder Software hat, kann dies die Redaktion gerne wissen lassen. Wir werden unser Möglichstes versuchen, in einem solchen Falle ein entsprechendes Gerät oder die gewünschte Software für einen Test zu besorgen.

 

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1:1 Abbildung unserer virtuellen Fernbedienung. Hier die Combi-Version für TV, DVD und Videorekorder.

Besonders attraktiv natürlich in Kombination mit einer originalen Apple Fernbedienung. Die aus der Performa-Zeit funktioniert bestens. So wird aus iTunes und dem Mac eine richtige Stereoanlage.

Auf einen Blick:
Produkt:
IRTrans und iRed

Hersteller:
Marcus Müller
tin:b Software

Bezug:
direkt beim Hersteller

Preise:
99,00 Euro

Systemvoraussetzung:
Macintosh mit
USB-Schnittstelle
Mac OS X ab Version
10.2.6, Panther wird
empfohlen

Vorteile:
leichte Installation
hoher Spaßfaktor und
gut für Präsentations-
und andere Zwecke

Nachteile:
Software im Bereich des
Inspektors stark ge-
wöhnungsbedürftig

Bewertung:
Installation: 1
Verarbeitung: 1
Betrieb: 1
Lieferumfang: 1
Gesamtnote: 1


Copyright Bilder und Text:
iN-MEDiA Freibeuter e.K.
Publiziert auf:
www.apfelgeruechte.de

Agenturkontakt:
iN-MEDiA Freibeuter e.K.
Rudolf-Breitscheid-Str. 22
40595 Düsseldorf
www.in-media.de

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